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Fischereisitzungen

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Karpfen gefangen
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Der Karpfen

Cyprinus Carpio

Der Karpfen stammt ursprünglich aus Westasien und trägt den wissenschaftlichen Namen "Cyprinus Carpio" und gehört zur Familie der Weißfische, eine der größten und bekanntesten der Karpfenfische. Der Karpfen wurde von den Römern in Italien und in Griechenland eingeführt. Bereits im Mittelalter siedelten Mönche die Karpfen in Frankreich an, um den Nahrungsmitteleinschränkungen entgegenzuwirken. Anschließend breitet sich der Karpfen im XVIII. Jahrhundert auch in Südafrika aus, im XIX. Jahrhundert in Nordamerika und in den anderen Kontinenten. In diesem dritten Jahrtausend ist der Karpfen weltweit verbreitet, von den Gletscherseen in Skandinavien bis hin zum Fluss von Neu-Guinea sowie im Aral Meer und dem Kaspischen Meer.
Diese Verteilung beweist die Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit dieses Fisches. Er ist in der Lage unter extrem unterschiedlichen und schwierigen Lebensbedingungen zu überleben. Er ist die Wasserqualität betreffend nicht sehr anspruchsvoll und erträgt gut schwachen Sauerstoffgehalt, akzeptiert ebenso hohe wie sehr niedrige Temperaturen und ist selbst in verschmutzten Gewässern lebensfähig.
Heute findet man den Karpfen in sämtlichen fließenden oder stehenden Gewässern Frankreichs, vom kleinsten Bach bis hin zu großen Seen über Kanäle und Teiche.
 
 

Die charakteristischen Eigenschaften des Karpfens

Schläue, Misstrauen und Kraft des Karpfens sind legendär. Aus diesem Grund stellt er einen der bevorzugten Fische von Sportanglern auf der Suche nach Nervenkitzel dar. Das Karpfenangeln vereint zugleich Sport und Technik.
Sein massiver Körper ist oft zwischen Kopf und Rückenanfang gewölbt. Je nach Gattung ist dieser mehr oder weniger lang und breit. Der relativ große Kopf verfügt über ein vorstülpbares Maul mit vier Barteln. Der Rücken ist sehr lang (3 bis 4 einfache Strahlen und 17 bis 22 stützende Strahlen). Diese Flosse sowie die Schwanzflosse besitzen einen starken Strahl mit kleinen Zähnen, die eine wahrhaftige Säge bilden und in der Lage sind, die Schnur zu durchtrennen. Der Rücken ist bräunlich gefärbt, die Flanken gelblich, der Bauch ist gelb oder weißlich, die Flossen und der Schwanz in der Regel braun.
Der Karpfen besitzt das größte Gehirn aller Süßwasserfische. Somit ist er prädestiniert kühne Taktiken der Angler zu durchkreuzen oder sich störende Elemente seiner Umgebung zu merken.
 
 

Der Flusskarpfen

Der Flusskarpfen ist der hauptsächliche Ursprung der in den europäischen Süßwassern befindlichen Karpfen. Natürliche oder vom Menschen erzeugte Genmutationen hatten Standardgattungen zur Folge. Zwei Eigenschaften stellen einen entscheidenden Einfluss dar: Die Beschuppung und die Färbung der Haut.
Die Beschuppung wird durch zwei Gene bestimmt, S (Scaly) und N (Nude), die auf zwei Chromosomen vorhanden sind. Je nach rezessivem oder dominierendem Charakter ergeben diese Gattungen, die alle Karpfenangler gut kennen:
Flusskarpfen SSnn und Ssnn
Spiegelkarpfen ssnn
Zeilenkarpfen SSNn und SsNn
Lederkarpfen ssNn und Ssnn
Die Färbung der Haut ist auf Umweltfaktoren und genetische Faktoren zurückzuführen. So hat Komen diese roten, mattblauen, blonden, blaugrauen, weißen oder goldfarbenen Färbungen in ein Verzeichnis aufgenommen und beschrieben. Diese Färbungen sind auf den europäischen Süßwasserkarpfen zu sehen.
 
Informationsquelle: Nationales Landwirtschaftliches Forschungsinstitut (INRA) und PowerCarp, das Portal des Karpfens